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Antweight: KillaCan

Name: KillaCan

Gewichtsklasse: Antweight, 150 Gramm

Typ: Pusher

Turniere:

MMM7, März 2009 - 2. Platz Antweights

MMM8 September 2009 - 2. Runde

MMM10 September 2010, 6 Punkte...

MMM12 Oktober 2011, 5 Punkte

MMM14 Oktober 2012, 13 Punkte, 2. Runde K.O.-Turnier

Besiegte Gegner: Black Carbon, Stewie, T.T.F., JAT

Pflichtkämpfe: 18

Mein erster Bot, inspiriert von Team Flatliners "Zwölf", mit dem ja bewiesen wurde, dass Antweight Bots auch mit minimalem Budget realisierbar sind. KillaCan hat seit seiner ersten Konzeption jede Menge Veränderungen durchgemacht und sich während des Bauprozesses immer weiter verändert, bis die erste Turnierversion fertig war. Aufgrund der Tatsache, dass KillaCan auf seinem ersten Turnier, wenn auch nur durch Glück und Passivität bis ins Finale gelangt war, habe ich beschlossen, ihn weiter auszubauen und seinen Ruhestand noch eine Weile zu verschieben, auch wenn er ursprünglich nur für ein Turnier geplant war... Hier ein paar Einblicke in den Bau des Bots:

Das Chassis

Das Chassis besteht aus relativ schweren Aluprofilteilen, aus denen auch der Schieber, der vorne verhindern soll, dass gegnerische Bots sich unter KillaCan drunterschieben, gemacht ist. Altmetall, das mein Vater noch rumliegen hatte. Der Schalter ist auf diesem Foto schon angebracht, das ganze wird von jeder Menge Heißkleber zusammengehalten.

Der Motorenblock

Ein ausgeschlachtetes Micro-RC-Auto von Bic, das ich in der Scheune in einer meiner alten Kisten gefunden habe dient als Empfänger, Motoren und Getriebeblock. Die Kraftübertragung an die Räder erfolgt über Gummibänder. Die Räder selbst sind übrigens medizinische Ampullenhalter und haben eine Menge Gripp.

Turnierversion 1

Hier die erste Turnierversion. Die Panzerung ist eine Dose Maggi-Ein-Teller, mit vier metallenen und einer Polyamidschraube am Chassis befestigt. Der niedrige Schwerpunkt des Bots ermöglicht bei seitlichen Flipps mit nur ein wenig Schwung eine Überrolle, die KillaCan wieder auf die Räder bringt und die Schubkraft ist ziemlich gut. Leider mangelt es der ersten Turnierversion noch sehr an Fahrgeschwindigkeit, was Kämpfe zu einer sehr passien Sache machte, und vor allem nach einiger Zeit an Zuverlässigkeit, da die Gummis dazu tendierten, bei härteren Manövern abzulaufen und sich zwischen Rad und Rahmen zu verkeilen. Das passierte mir auch im Finale gegen Katjuscha - für uns beide sehr ärgerlich... Es war klar, dass es zum nächsten Turnier Handlungsbedarf geben würde...

Technische Neuerungen

Ein altes Nokia-Handy wurde nach dem Turnier als neue Energiequelle anstelle der beiden AAA-Zellen, die KillaCan bis dahin angetrieben hatten modifiziert. Der Akku ist in den Bot eingebaut und in das Handy ist ein passender Stecker verlötet, mit dem er sich jederzeit wieder aufladen lässt.

Neuer Antrieb - die zweite Turnierversion

Hier habe ich die alten Räder aus Weichgummi durch Legoräder ersetzt, auf denen Dichtungsringe als Antriebsring und Laufketten liegen. Das ist weit zuverlässiger, als die alten Gummis, die immer abliefen, wenn es seitlichen Druck auf den Bot gab und mit den größeren Antriebsrädern auch weit schneller. Allerdings hat der Bot ein wenig an Kraft verloren - Schwund ist bei jeder Sache. Das ganze passt nur deshalb von der Höhe her unter die Panzerung, weil der Handyakku unter dem Getriebeblock weit flacher ist als das alte Batteriepack. Ich bin gespannt, was der Bot auf dem Turnier im Oktober bringt.

Dritter Antrieb - Dritte Turnierversion

Nachdem der Bot im Oktober 2009 auf dem MMM8 versagte, weil die Fahrträder zwar ohne Panzerung sehr schnell waren, mit derselbigen aber schabten und den Bot so nahezu unbeweglich machten (was KillaCan mal wieder nicht daran hinderte, in die zweite Runde zu kommen...), wollte ich KillaCan eigentlich in den Ruhestand versetzen (mal wieder – er kommt immer für EINEN LETZTEN JOB zurück!) und trat auf dem Folgeturnier ohne ihn an. Da WarStyle danach allerdings einige Überarbeitung brauchte, und ich wenig Zeit hatte, beschloss ich, meinen ältesten und günstigsten Bot noch einmal fahrtauglich zu machen. Ich hatte festgestellt, dass es von Lego Räder gibt, die nicht nur ideale Führungen für Gummis darstellen, sondern auch exakt in die Ampullenhaltergummis, die in der ersten Version von KillaCan als Räder dienten passten – ich hatte also endlich Felgen für die Reifen. KillaCan war mit diesen neuen Rädern schneller als vorher, fuhr auch mit Panzerung und hatte auch gar nicht so wenig Grip. Stolz muss ich anmerken dass das MMM10 die erste Situation beinhaltete, in der die Dose eine Überrolle schaffte und somit einen Flip verhinderte, jede Menge Treffer von Böse kassierte, und sogar einen Kampf (gegen Black Carbon) GEWANN. KillaCan hat einen ersten Strich auf dem Schieber, auch wenn ich bezweifle, dass da noch weitere folgen – der Bot bleibt jetzt erstmal aktiv, bis die Elektronik endgültig aufgibt.

Grunderneuerung

Die Schäden, die Böse auf dem MMM10 an KillaCans Panzerung hinterlassen hatten interferierten stark mit der Überrollfähigkeit des Bots, zumal die Dose inzwischen auch ziemlich viel Rost angesetzt hatte. Ich verarbeitete also eine neue Dose gleichen Typs zu einer identischen, neuwertigen Panzerung. In einem weiteren Bauschritt beschloss ich, in der Rahmenkonstruktion nicht mehr auf Klebstoff angewiesen zu sein – Bei schweren Spinnereinschlägen gegen den Unterboden, wie damals durch DBA, war der Rahmen an seinen Klebstellen einfach zerfallen. Anstelle von Klebe traten daher nun M3-Blechschrauben, für die ich meist in die schwere Bodenplatte direkt Gewinde hineinschnitt. Auch der Schieber ist nun verschraubt, die Frontpanzerung dahinter zwischen Schieber und Rahmen einfach eingeklemmt. Die Räder aus Lego mit den Ampullenhalterreifen bleiben zunächst die selben. Eine weitere Neuerung ist die Installation einer Kamera, die Bilder aus der Arena liefert. Letztlich waren KillaCans Kontrollprobleme auf dem MMM12 aber so massiv, dass ich ihn erst einmal an Mike vom Team Die Mächtig Mächtigen zu einer elektronischen Rundumerneuerung gegeben habe.